#001 Warum Yoga nichts mit Verbiegen zu tun hat
"Yoga ist nichts für mich, dafür ich bin nicht gelenkig genug."
Diesen Satz höre ich oft. Meist ist ein entschuldigendes Lächeln dabei, so als wäre mangelnde Beweglichkeit eine Art persönliches Versagen. Ich verstehe das Zögern. Yoga ist in Social Media oft als akrobatisches Spektakel verpackt. Menschen in Posen, die an Cirque du Soleil erinnern. Da kann man sich schon fragen: Ist Yoga das Richtige für mich?
Meine ehrliche Antwort: Ja. Gerade dann.
Yoga passt sich dir an, nicht du Dem Yoga
In der Tradition nach Krishnamacharya, in der ich unterrichte, gilt ein Grundsatz: Yoga passt sich dem Menschen an, nicht der Mensch dem Yoga. Das klingt einfach. Es ist aber eine kleine Revolution, wenn man es wirklich versteht.
Es bedeutet: Dein Körper, dein Atem, dein Sosein, sie bestimmen, wie eine Haltung, ein Asana aussieht. Nicht das Foto auf Instagram. Nicht das, was deine Nachbarin oder Nachbar auf der Matte macht.
Yoga ist kein Wettbewerb und kein Casting. Es ist eine Begegnung mit dir selbst - und die gelingt am besten, wenn sie ehrlich und wahrhaftig ist.
Was Yoga wirklich tut
Stell dir vor, du sitzt seit Jahren jeden Morgen am Schreibtisch. Die Schultern wandern nach vorne, der Rücken rundet sich, der Atem wird flach. Du merkst es kaum noch, weil es für dich normal geworden ist.
Yoga schafft Bewusstsein. Es fragt: Wo bist du gerade? Wie fließt dein Atem? Wie geht es dir jetzt im Moment? Ist da eine Spannung, die du längst vergessen hast loszulassen?
In einer guten Yogastunde wird keine Pose erzwungen. Stattdessen entsteht sanfte Bewegung eingebettet und geführt vom Atem. Die Muskeln erwärmen sich, der Atem wird tiefer und der Geist kommt zur Ruhe. Und fast wie nebenbei, erfährst du Länge in der Wirbelsäule und eine herrliche Weite im Brustraum, die du vielleicht schon lange nicht mehr so gespürt hast.
Für wen yoga ist
Der Spoiler gleich vorweg: für alle.
In meine Kurse kommen die unterschiedlichsten Menschen und viele bringen Ihr "Päckchen" in Form von Rücken-, Knie-, Schulterschmerzen, Verspannungen, Probleme mit dem Gleichgewicht, Stress, usw. mit. Menschen, die in Bewegung kommen wollen, einfach mal atmen möchten, Entspannung suchen
Keine/r von ihnen kommt zum Yogakurs um akrobatische Haltungen zu praktizieren.
Was sie wollen: bei sich selbst ankommen. Besser schlafen. Freier atmen. Klarer denken. Den Rücken spüren, ohne dass er schmerzt. Sich nach einer Stunde Yoga leichter fühlen als davor.
Eine Einladung
Falls du Yoga bisher immer wieder vor dir hergeschoben hast, weil du dachtest, du seist nicht flexibel, nicht fit, nicht jung, nicht whatever genug: Ich lade dich ein, es einfach auszuprobieren.
Keine Vorkenntnisse nötig. Keine besondere Ausrüstung. Nur du, eine Matte und die Bereitschaft, deinem Körper eine Stunde zuzuhören.
Er hat wahrscheinlich viel zu sagen.
--> Schau gerne in meinen aktuellen Kurse - vielleicht ist ein Kurs dabei, der dich anspricht.